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Beziehung & Interaktion

Freund oder Fremder

Sowohl in Familien als auch im öffentlichen Raum werden gute Beziehungen oft verdrängt durch Aktionismus. Dabei sind gelingende Beziehungen die Grundlage für freudvolles Tun und leistungsstarke, krisenfeste Zusammenarbeit. Wie können wir daran arbeiten, unsere Beziehungen ebenso zu pflegen, wie die Handlungen, die wir darauf aufbauen?

BEZIEHUNG & INTERAKTION – Was ist das eigentlich?

Was zeichnet gelingende Kommunikation aus? Wie gehen wir konstruktiv mit Konflikten und Spannungen um? Wie schaffen wir Begegnungs- und Dialogräume, aus denen heraus wir die Zukunft gestalten können? Wie bauen wir sich selbststeuernde Rollenmodelle auf? Wie konfigurieren wir Netzwerke und selbstorganisierte Einheiten zur Bildung lebendiger Organisationen, Abläufe und Prozesse?

BEZIEHUNG & INTERAKTION
Was ist das eigentlich?
Komme zu einer guten Beziehung mit dir selbst und
trage diese Schwingung in die Gemeinschaft mit Anderen.

Familien werden immer kleiner. Gemeinsame Zeit seltener. Eine Interaktion ohne Bildschirme zwischen uns – wenn auch nur in der Hand – scheint rar zu sein. Eine gute Beziehung unter Geschäftspartnern bekommt durch Compliance- und Datenschutzrichtlinien gar einen Geschmack von Rechtswidrigkeit. Jede neue Untersuchung, die zu diesem Thema durchgeführt wird, kommt wieder und wieder zu dem Ergebnis, dass nur durch eine gute Beziehung und Vertrauen zwischen zwei Menschen:

  • Lernen stattfindet,
  • Führung als positiv erlebt wird,
  • Gesundheit und Resilienz ansteigt,
  • innovative Ideen viel häufiger und wie von selbst entstehen,
  • die gemeinsame Zusammenarbeit auch Krisen übersteht,
  • und nicht zuletzt, dem gemeinsamen Tun Freude bereitet

Diese Liste könnte jeder von uns vielleicht noch über mehrere Seiten weiterführen. Dabei werden wir merken, dass erst die gute, vertrauensvolle, als beständig erlebte Beziehung zu anderen Menschen dazu führt, aus positiven Gefühlen heraus etwas für eine andere Person, eine Gruppe oder eine Gemeinschaft zu tun. Nicht aus sozialem Druck, nicht nur auf Anweisung und nicht aus einem Schuldgefühl heraus. Denn wenn wir nur aus diesen Gründen handeln, leiden alle unter den Ergebnissen.

Lasst uns dafür sorgen, dass wir unsere Lebens- und Arbeitsbeziehungen so anlegen, dass gute Beziehungen zwischen den handelnden Personen die Grundlage unseres Handelns sind. Dies kann jeder von uns selbst steuern, immer wenn er auf einen anderen Menschen trifft. Wir können den anderen erste einmal nicht verändern, aber wir können bestimmen, was wir selbst tun und wie wir es tun. Manchmal stellen wir so schon fest, dass wir sogar dabei Schwierigkeiten haben, weil uns alte Erfahrungen oder Denkmuster behindern.

In Gruppen, Arbeitsgemeinschaften, Organisationen und der Gesellschaft ist es wichtig, dass bestimmte Grundvoraussetzungen gegeben sind, damit Beziehungen dieser Art entstehen und überdauern können. Lasst uns diese Bedingungen schaffen.

Erst durch die Zufriedenheit mit sich selbst entsteht Zufriedenheit mit anderen, was wiederum zu Freude, Verbundenheit und Vertrauen führt. Deshalb ist es gut, erst einmal mit sich selbst in eine gute Beziehung einzutreten, diese zu pflegen und zu kultivieren, sich daran zu erfreuen. Mit dieser Freude über die eigene gute Beziehung  kannst du dann in die Welt und die Beziehung mit anderen Menschen eintreten.

Neben der eigenen Haltung sind dazu auch Vorgehensweisen und eingeübte Praktiken hilfreich, die als Grundlage der Zusammenarbeit anerkannt und oft sogar gemeinsam entwickelt werden. Schön ist, dass es mittlerweile dazu viele gut dokumentierte Beispiele auf gesellschaftlicher und organisatorischer Ebene gibt.

Wir werden auf unseren Seiten immer wieder über Beispiele und Leuchtturm-Projekte berichten, sowie Impulse setzen. Auch sind wir ansprechbar, wenn ihr ganz konkrete Fragen habt oder Kontakt zu Teams, Organisationen oder Initiativen, die oben beschriebene Zusammenarbeit leben, sucht.

geschrieben von Markus Hecht