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Ganzheit

Wohlwollen, Unterstützung, Entfaltung

Ganzheit einer Gesellschaft definiert sich über eine Verbundenheit zwischen den Menschen und ein Gefühl der Einheit. Haben ihre Mitglieder die Möglichkeit, sich selbst zu leben? Gibt es ein möglichst großes Maß an gegenseitigem Wohlwollen, Gerechtigkeit, Frieden und größtmöglicher Freiheit für jeden Menschen?

GANZHEIT – Was ist das eigentlich?

Sind dein Geist, Körper und Seele im Einklang? Sind der Sinn, Strukturen, Strategien, Systeme, Prozesse, die Kultur in deiner Organisation nährend und im Fluss?  Dient unser Handeln zunehmend mehr dem Gemeinwohl? Dann werden wir immer vollkommener und lassen eine integrale Gesellschaft entstehen. Station 10 nimmt sich dieser Fragen an.  

GANZHEIT
Was ist das eigentlich?
Ganzheit ist gegenseitiges Unterstützen,
wo das Wohl des anderen jedem am Herzen liegt.

In Teilen unserer Gesellschaft wird Ganzheit bereits gelebt. Es ist dort präsent, wo sich die Mitglieder einer gesellschaftlichen Gruppe, beispielsweise einer Familie, gegenseitig unterstützen, das Wohl des anderen jedem am Herzen liegt und sich keiner zu Lasten eines anderen bereichert. Jeder ist gleichberechtigt und keiner wird diskriminiert.

Wären diese Wirkungen der Ganzheit nicht für alle Menschen wünschenswert? Wie können wir es auf eine größere Gruppe ausdehnen? In jeder Gruppe, wie der oben genannten Familie, im Freundeskreis, in Vereinen, Organisationen oder sogar Nationen gibt es ein sich gegenseitig bedingendes System. Wir glauben dieses System besteht aus den Grundpfeilern Verbindung, Einheit und Liebe. Je stärker sich die drei Prinzipien bedingen, desto stärker ist das Gefühl von Ganzheit.

Wieso ist das so? Zwischen uns Menschen gibt es eine feinstoffliche Verbindung. Sie ist sehr subtil, oftmals sogar nicht wahrnehmbar, aber sie ist da. Wir spüren sie besonders dann, wenn in uns Freude oder Betroffenheit entsteht. Sobald anderen Menschen, Tieren oder sogar der Natur etwas Schönes oder Schlimmes widerfährt.

Wir nehmen diese Verbindung über Emotionen wahr, die umso stärker sind, je mehr wir uns verbunden fühlen. Je mehr wir Lieben und mitfühlend sein können, desto intensiver nehmen wir uns als Einheit wahr und haben das Gefühl von Ganzheit.

Wäre es nicht fantastisch, wenn wir dieses Gefühl der Ganzheit ausdehnen könnten, damit noch mehr Menschen auf der Welt davon profitieren? Ja, es ist möglich! Jedoch müssen wir dazu unsere Perspektive ändern und den Casus knacksus lösen, wie wir lernen sollen, jemand Fremdes  zu lieben.

Jemand Fremden zu lieben, heißt nämlich nicht, ihm das Gefühl der Liebe entgegenzubringen, das wir für einen Lebenspartner oder unsere Kinder empfinden. Vielmehr ist Liebe die Auflösung aller Polaritäten. Um Fremde zu lieben, muss es uns gelingen, den Anteil in ihnen zu erkennen und wahrzunehmen, der in jedem von uns identisch ist.

Dies ist weniger ein ursächliches Gefühl als mehr eine universelle Kraft, eine reine Absicht, eine positive Wirkung. Wenn wir uns mit dieser Energie im anderen verbinden, ohne auf seine Fremdartigkeit oder seine Schwächen zu schauen, dann können wir jedem unsere Liebe entgegenbringen und uns als Einheit fühlen.

Diese universelle Kraft schadet niemals und niemandem und so entsteht für Mensch, Tier und Natur Wohlwollen, gegenseitige Unterstützung, mehr Ausgewogenheit und damit Ganzheit. Nationen übergreifend, Grenzen überwindend, Gesellschaft transformierend. Bei dem dafür notwendigen Weg können wir helfen.

geschrieben von Kai Stammler